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Installation 2026 | Ordner, Metallklammern, Ausdrucke, Kopien | Größe A3

In der Installation hängen mit Metallklammern offen gehaltene Ordner. In den Ordnern ist am ersten Ausstellungstag jeweils ein Ausdruck einer dokumentarischen Fotografie abgeheftet. Diese zeigen unterschiedliche Einlagerungstechniken von schwach- und mittelradioaktiven Abfällen, die im Forschungsendlager Asse II zwischen 1967 und 1978 erprobt und praktiziert wurden. Täglich während der Ausstellungszeit (26.5. bis 9.10.26) wird von dem obersten Blatt eines jeden Ordners eine Kopie erstellt und anschließend wieder abgeheftet. Die Reihenfolge im Ordner entspricht dann: 1. Original (Ausdruck), 2. Kopie, 3. Kopie von der Kopie usw.. Beim Kopiervorgang gehen Bildinformationen verloren, und das Bild verändert sich, bis es schließlich nicht mehr entzifferbar ist.

Die dokumentarisschen Aufnahmen wurdenvon der Bundes-Gesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) zur Verfügung gestellt.

 

 

Ein Atommüllendlager sollte der „sicherste Ort der Welt sein“, da entsprechendes Material über 1.000.000 Jahre hinweg strahlt und eine ernste Gefahr darstellt. Radioaktive Strahlung kann nicht mit den menschlichen Sinnen wahrgenommen werden. Dieser Zeitraum ist unvorstellbar lang, und es stellt sich die Frage, wie oder ob Wissen überhaupt über eine so lange Zeit erhalten werden kann (Semiotik der nuklearen Entsorgung ). Bei einer Ausstellungsdauer von 136 Tagen entspricht jede tägliche Kopie einem Zeitsprung von gerundet 7.353 Jahren.

 

 

2026

(26.5. bis 9.10.26) Landesmusikakademie Niedersachen | double your attention

 

 

 

 

 

 

Skizzen | Die Fotodokumentation entsteht während der Umsetzung