Gefallene Vögel

Installation 2026 | Cellophan | Größe verschieden

Auf den Fensterflächen sind Umrisse von Wesen aus Cellophan angebracht. Das Material ist durchscheinend, ändert sein Farbspiel je nach Betrachtungswinkel und wirft bei Lichteinfall farbige Schatten. Die Umrisse sind Silhouetten von Vogelarten, die als verloren oder ausgestorben gelten. Die Formen sind Fotografien von fliegenden Vögeln entnommen, und jeder Umriss ist konkret einer Vogelart zugeordnet. Wenn von einer Art keine Abbildungen zu finden waren, wurde auf Aufnahmen von der nächstverwandten zurückgegriffen und diese wenn nötig angepasst.

 

 

Scheint die Sonne schweben ihre farbigen Schatten voller Schönheit auf dem Boden und an der Wänden entlang. Aber wie es der Titel „Gefallene Vögel“ bereits vermittelt, wird man Sie nie wieder fliegen sehen.

 

Die Arbeit thematisiert den Biodiversitätsverlust anhand des Artenverlusts (ausgestorbene Vogelarten) und des Individualverlusts (schwindende Populationsgrößen). Initiativen wie die „Rote Liste“ oder das Projekt „Search for Lost Birds“ versuchen, diesen Rückgang abzubilden, eine lückenlose Erfassung bleibt jedoch unmöglich.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Es herrschte eine seltsame Stille.

 

Die Vögel zum Beispiel – wo waren sie geblieben? [...]

 

Es war ein Frühling ohne Stimmen.“

 

 

 

— Rachel Carson, Der stumme Frühling

 

 

 

 

 

 

2026

 

 

 

(26.5. bis 9.10.26) Landesmusikakademie Niedersachen | double your attention