Heimatleuchten

Fotografie 2018 | Lambda Abzug auf Alu-Dibond | 60 x 90 cm | 3 + 2 A.P.

Die Fotografie dokumentiert die Lichtemission meiner Heimatstadt in einer wolkenverhangenen Neumondnacht. Nur unter diesen spezifischen meteorologischen Bedingungen wird die künstliche Lichtkuppel, die sonst als unscheinbares Leuchten verblasst, in voller Intensität sichtbar.

 

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Lichtverschmutzung – einen Eingriff in den natürlichen Rhythmus der Nacht, der menschliche Bedürfnisse nach Sicherheit und Geborgenheit unvereinbar den Lebensräumen nachtaktiver Arten gegenüberstellt.

 

Ausstellungen (Auswahl)

 

  • 2024 Kunstverein Braunschweig (Remise)

  • 2024 halle267 – städtische galerie braunschweig (Back to where we started from)

  • 2022 Kunsthaus Kaufbeuren (Blick Fang 2022 – Verbotenes Terrain, Wettbewerb-Favorit)

  • 2018 Museum für Photographie Braunschweig (Members Only)

  • 2018 Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (Diplomausstellung (in)visible, Publikation)

 

 

 

 


Hintergrund & Recherche
Die Arbeit Heimatleuchten basiert auf einer Auseinandersetzung mit den oft unsichtbaren Folgen der Lichtverschmutzung. Während das künstliche Leuchten der Städte menschliche Bedürfnisse nach Sicherheit erfüllt, greift es massiv in ökologische Kreisläufe ein.
Nach Erhebungen des NABU stört künstliche Beleuchtung rund 60 % aller nachtaktiven Tierarten und führt jährlich zum Tod von Milliarden Insekten. Die Fotografie macht diese menschengemachte Veränderung unseres Ökosystems visuell erfahrbar und öffnet einen Diskursraum über die Ambivalenz unseres Lichtkonsums.